Ist das Make-up? Nein, das ist ein Wunder!

Ein Primer ist eine Art Zaubermittel: Er macht die Haut glatt und frisch und verstärkt ihren natürlichen Glow

Was ein Primer alles kann

Was genau ist ein Primer?

"To prime" heißt übersetzt nichts anderes als grundieren. Das tun Primer – im Gegensatz zur Foundation, die immer im Hautton gehalten ist, sind sie aber fast farblos. "Sie schaffen die perfekte Grundlage für das Make-up", sagt Jenna Menard, Global Colour Artist von Clinique. "Die leichte Textur legt sich wie ein feiner, glättender Film über den Teint. Foundation und Puder lassen sich danach gleichmäßiger auftragen und halten besser." Es gibt auch spezielle Eyeprimer, die verhindern, dass sich die Lidschattenfarbe in Fältchen absetzt.

Was können die neuen Primer?

Aus den reinen Glättungsprodukten sind inzwischen wahre Multitalente geworden: "Sie kaschieren optisch vergrößerte Poren, Fältchen, Linien und Narben und schaffen eine sehr ausgeglichene Haut", so Jenna Menard. "Auch Pigmentstörungen und Rötungen werden von Primern abgemildert, ein fahler Teint sieht sofort frischer aus." Und obwohl sie für ein mattes Finish sorgen, bleibt der natürliche Glow der Haut erhalten.

Welche Wirkstoffe stecken drin?

Optische Glättung bringen Mineralpuder und Silikone, die auf der Hautoberfläche liegen bleiben und nicht einziehen. Für einen strahlenden Teint sorgen Pigmente (z.B. Perlenstaub), die das Licht reflektieren. Antioxidantien wie Vitamin E schützen die Haut vor äußeren Einflüssen. Einige Primer enthalten feine Farbpartikel in Gelb (hellt auf), Grün (kaschiert Rötungen) oder Rosé (frischt müde Haut auf), die den Hautton optimieren. Außerdem enthalten Primer oft Hyaluronsäure oder leichte Öle, die eine aufpolsternde Pflege unterstützen.

Wann und wie werden Primer verwendet?

Prinzipiell jeden Tag. Supereffektiv sind sie aber für den großen Auftritt, wenn das Make-up perfekt sein und lange halten soll. "Primer sind sehr ergiebig und werden nur hauchdünn aufgetragen", sagt der Münchner Visagist Luis Huber. Sein Tipp: Zuerst die gewohnte Tagescreme auftragen und gut einziehen lassen. Danach einen erbsengroßen Klecks Primer auf die Fingerspitzen geben und gleichmäßig im Gesicht mit kreisenden Bewegungen verteilen. "Man kann den Primer auch nur in der T-Zone – also Stirn, Nase, Kinn – auftragen oder um Augen und Lippen herum. Darüber kommt dann die Foundation."

Sind Primer für jede Haut geeignet?

Ja. Durch den feinen Film, den der Primer hinterlässt, fettet ölige Haut nicht so schnell nach, und Feuchtigkeit wird länger in der Haut gespeichert. Davon profitiert auch trockene Haut. "Primer ersetzen aber nicht die auf den Hauttyp abgestimmte Pflege, da sie in erster Linie nur einen optischen Effekt haben", so Luis Huber. Wichtig ist, abends die Haut gründlich zu reinigen, denn die Primer-Silikone sind meist wasserfest.

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