Die neuen Haarfärbe-Trends - und welcher wirklich zu Ihnen passt

Von Balayage bis Babylights: Wir verraten, was hinter welcher Färbetechnik steckt und für wen sie geeignet ist

Jessica Alba

Jessica Alba

Balayage

Die französische Art, Highlights im Haar zu kreieren ohne Zebra-Effekt

Wie wird’s gemacht: Zuerst wird die gewünschte Ansatzfarbe mit einem Pinsel in die Länge eingearbeitet. Nach einer individuellen Einwirkzeit, wäscht man die Haare und föhnt sie trocken. Dann werden einzelne Strähnchen individuell und in variierender Stärke und Intensität freihändig und ohne Folie mit dem Pinsel "aufgemalt". Durch diesen weicheren Übergang entsteht ein natürlicher Effekt – herrlich französisch.

Für wen geeignet: Da es sich um eine Freestyle-Technik handelt, ist sie für jede Haarlänge und -farbe geeignet, sogar für eine schwarze Mähne. Toll: Das Aufpinseln der Farbe sorgt zudem optisch für mehr Volumen.

Achtung: Diesen Frisurenfehler machen (fast) alle Frauen ab 40

Kate Mara mit Balayage-Effekt

Kate Mara mit Balayage-Effekt

Color Melting

Color Melting bedeutet übersetzt "Farbverschmelzung" und beschreibt eine Balayage ähnliche Technik. Das Ergebnis: Ein noch natürlicherer Look.

Wie wird’s gemacht? Beim Color Melting geht es darum, mit mehreren Farben zu arbeiten und diese miteinander verschmelzen zu lassen. Das bedeutet, dass zusätzlich eine Coloration gewählt wird, die als Zwischenton zwischen Ansatzfarbe und Balayage-Ton funktioniert. Das verleiht dem Haar Dimension und die Übergänge vom Ansatz zu den Spitzen werden weicher. Das Ergebnis: Extrem natürlich!

Für wen geeignet? Diese Technik ist für wirklich jede Haarlänge und -farbe geeignet. Wem der jetzige Übergang zwischen seinem Ansatz und Highlight nicht gefällt, sollte bei seinem nächsten Friseur-Besuch unbedingt nach Color Melting fragen, denn so lässt ein extremer Übergang super kaschieren.

Halo Lights

Der Begriff Halo kommt wie so oft aus dem Englischen und bedeutet übersetzt Heiligenschein.

Wie wird’s gemacht? Die Haare werden am Oberkopf heller gefärbt. Bei dieser Technik erhält nur diese Partie eine Aufhellung und deswegen auch der Name: Es ähnelt nämlich einem Heiligenschein.

Für wen geeignet? Halo Lights sind vor allem für (dunkel-)blonde Haare geeignet. Beim Färben sollte darauf geachtet werden, dass der Farbverlauf wie immer fließend ist und sich nicht zu sehr von den Längen abhebt.

Sombré

verspricht weiche, natürlich wirkende Übergänge vom Ansatz bis zu den Spitzen

Wie wird’s gemacht? Beim Soft Ombré wählt man zuerst 2-3 Farben aus einer Tongruppe ("kühl", "Natur" oder "goldig/rot") aus. Anschließend werden in 3-Zentimeter-Abständen die Nuancen aufgetragen. Der dunkelste Ton kommt auf den Haaransatz – so wird der spätere Farbverlauf schön ebenmäßig. Danach wird die Mittelpartie des Haares um eine Nuance heller gefärbt, die Spitzen kriegen den hellsten Ton verpasst. Somit sind die Übergänge schön fließend ohne harte Farbübergänge und die Haare bekommen dadurch mehr Tiefe.

Für wen geeignet? Für alle, die keine harten Farbübergänge mögen, sich aber dennoch eine Veränderung wünschen.

Jessica Alba mit Sombré-Effekt

Jessica Alba mit Sombré-Effekt

Flamboyage

Eine Kombination aus Balayage und Ombré. Flamboyage ist nicht so extrem wie Ombré, aber stärker als Balayage.

Wie wird’s gemacht? Die Highlights werden klassisch für Balayage frei Hand gesetzt, dafür aber intensiver in den Spitzen, ähnlich wie beim Ombré-Hair. Das Ergebnis: Weder zu dezent, noch zu auffällig - einfach perfekt.

Für wen geeignet? Für so gut wie jede Haarlänge und -farbe (außer ganz Blond). Wer sich bereits an Balayage herangetraut hat, aber noch nicht den Schritt zu Ombré gehen möchte, hat mit Flamboyage die Lösung gefunden.

Palm Painting

"Palm" ist Englisch und bedeutet übersetzt Handfläche. Bei dieser Technik werden die Strähnen nicht mit einem Pinsel ins Haar gemalt, sondern (wie der Name schon verrät) ganz frei mit den Handflächen.

Wie wird’s gemacht? Bei dieser Technik gibt der Friseur die Coloration direkt auf seine Handflächen, um so sanft damit durch die Haare zu fahren. Doch was bringt das? Durch dieses „ungenaue“ Auftragen der Farbe schafft man super natürliche Highlights und sanfte Übergänge zu der Naturhaarfarbe.

Für wen geeignet? Der Ansatz wird beim „Palm Painting“ ausgelassen. Wer also nicht jeden Monat zum Friseur rennen möchte, um sich den Ansatz nachfärben zu lassen, für den ist diese Frisur perfekt. Außerdem eignet sich mindestens schulterlanges Haar besonders gut für diese „ungenaue“ Haartechnik.

Babylights

superfeine Farbakzente à la Hollywood

Wie wird’s gemacht? Bei dieser Färbetechnik wird die natürliche Haarfarbe beibehalten und nur einige helle Strähnchen sorgen für Highlights. Das lässt die Farbe super natürlich aussehen.

Für wen geeignet? Für Frauen, die nur eine minimale Veränderung wollen in Sachen Farbe.

Miranda Kerr mit Babylights

Miranda Kerr mit Babylights

Layage

Der Name Layage leitet sich von dem englische Wort "to lay" (dt.: "liegen") ab - und liegen trifft es bei die Haarfärbetechnik ziemlich gut!

Wie wird’s gemacht? Der Sinn beim Layage ist es, dass das Haar liegt und nicht hängt. Während des kompletten Färbeprozesses liegt das Haar auf einer Tischplatte und wird vom Friseur wie ein Fächer ausgebreitet. Die Farbe wird mit einem Pinsel aufgetragen. Dank dieser Technik können die Highlights gezielter platziert und dem natürlichen Verlauf der Haare entsprechend gesetzt werden.

Für wen geeignet? Das Haar sollte mindestens schulterlang sein, ansonsten funktioniert die Technik nämlich nicht. Es geht schließlich darum, dass die Haare auf einem Untergrund ausgebreitet werden können.

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Tiger Eye Hair

Beim Tiger Eye (Tigerauge) handelt es sich eigentlich um einen goldbraun gestreiften dunkelbraunen Quarz. Die Färbetechnik wurde von den Farben des Steins inspiriert.

Wie wird’s gemacht? Wie bei der Balayage-Technik wird die goldbraune oder karamellige Farbe freihändig in die Haarlängen gepinselt. Diese Farbpallette zaubert einen natürlichen Look. In Kombination mit Balayage werden zusätzlich sanfte Übergänge zur Naturhaarfarbe geschaffen.

Für wen geeignet? Bei dieser Färbetechnik geht es stark um die Farbe des Haars und die der Highlights. Da diese an die Farben des Tigerauges (Stein) angelehnt sich, funktioniert diese Technik nur auf braunem Haar.

Slicing

eine sichtbare Aufhellung der Naturhaarfarbe

Wie wird’s gemacht? Zuerst wählt man bis zu drei hellere Töne aus. Dann werden in regelmäßigen Abständen dünne Strähnen abgeteilt und mit der Farbe bepinselt und in Folien eingepackt. Nach dem Auswaschen entsteht ein schöner Farbverlauf zwischen der eigenen (meist dunkleren) Naturhaarfarbe und den helleren Highlights.

Für wen geeignet? Für Frauen, die eine zeitlose Färbe-Technik bevorzugen und die nicht ständig dem neuesten Trend folgen möchten.

Olivia Palermo mit Slicing-Effekt

Olivia Palermo mit Slicing-Effekt

Ombré

Die Spitzen werden in einen helleren Ton als die natürliche Haarfarbe getaucht. Zu einem dunklen Ansatz werden also hellere Haarspitzen kombiniert.

Wie wird’s gemacht? Es werden helle Strähnen in die Längen gezogen. Diese starten allerdings nicht klassisch am Haaransatz, sondern werden meistens ab der Höhe der Ohren gesetzt. Für einen möglichst natürlichen Look, sollte sich der Frisur um einen weiche Übergang von dunkel zu hell bemühen.

Für wen geeignet? Ombré passt zu fast jeder Haarfarbe. Nur bei besonders hellen Blondnuancen ist der Ombré-Look nicht empfehlenswert bzw. nur sehr schwer zu erreichen.

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Low Lights

Dunklere Strähnen für einen einzigartigen Look

Wie wird’s gemacht? Low Lights werden gemacht wie normale Strähnen. Einziger Unterschied: Sie sind dunkler als die Naturhaarfarbe und dienen deshalb nicht der Aufhellung. Sie sorgen vielmehr für einen schattierenden Effekt. Optisch verleiht das dem Haar mehr Volumen. Die Low Lights sollten etwa zwei bis drei Nuancen dunkler sein.

Für wen geeignet? Bei blondem Haar sorgen aschblonde oder hellbraune Strähnen für mehr Dimension und Volumen. Im Grund ist diese Technik aber für alle Haarfarben/-längen geeignet.

Ecaille

für Haare wie von der Sonne geküsst

Wie wird’s gemacht? Der französische Name "ecaille" bedeutet "Schildplatt" und soll an die tolle Farb-Changierung eines Schildkrötenpanzers erinnern. Gefärbt werden Strähnen von hellen Haselnuss-Tönen über satte Karamell-Nuancen bis hin zu honigblonden Highlights. Diese werden mit einem Pinsel direkt auf die Haare aufgetragen. Die hellsten Partien befinden sich rund um das Gesicht und in den Spitzen, was den Teint strahlen lässt.

Für wen geeignet? Für Frauen mit blonden bis schokobraunen Haaren, die ein wenig Abwechslung wollen.

Rosie Huntington-Whiteley mit Ecaille-Look

Rosie Huntington-Whiteley mit Ecaille-Look

Fallayage

Die Herbst-Version von Balayage: Der Name setzt sich zusammen aus den Worten "Balayage" und dem englischen Wort "Fall" (dt. Herbst).

Wie wird’s gemacht? In den Haarlängen werden wie es sich bei Balayage gehört, Highlights frei in das Haar gemalt. Bei Fallayage allerdings, gibt es ein begrenztes Farbspektrum. Highlights werden hier in Herbstfarben wie Gold, Rot, Karamell oder Honig gesetzt. All diese Farben sind sehr warm und erinnern an den Herbst.

Für wen geeignet? Zu blonden Haaren passen Goldtöne und zu braunen und schwarzen Haaren wählt man am besten Ahorn oder Dunkelrot. Fallayage lässt sich also jedem Haartypen anpassen.

Foilyage

Eine Kombination aus Balayage und der Foliensträhnen-Technik. Das Ergebnis: Natürliche Highlights in den Haarlängen mit extra hellen Akzenten.

Wie wird’s gemacht? Zuerst werden einige Highlights in den Haarlängen aufgetragen (Balayage). Anschließend kommen die Alufolienstreifen zum Einsatz. Einzelne Strähnen werden mit der Folie bedeckt und so noch intensiver aufgehellt.

Für wen geeignet? Foilyage ist für jeden Haartyp geeignet. Der Farbton und die Intensität der Strähnen können auf so gut wie jede Haarfarbe abgestimmt werden. Allerdings wird es auch bei dieser Technik bei extrem hellblondem Haar schwierig, helle Highlights zu setzten.

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