Elyas M'Barek und Jella Haase im Interview

"Fack ju Göhte 2" — Sieben Millionen Menschen sahen "Fack ju Göhte". Jetzt startet die Fortsetzung der Schulkomödie im Kino. freundin traf die Hauptdarsteller Jella Haase und Elyas M’Barek zum Doppelinterview.

Elyas M'Barek mit Schauspielkollegin Jella Haase

Elyas M'Barek mit Schauspielkollegin Jella Haase

Als Elyas M’Barek (33) und Jella Haase (23) zum Doppelinterview im Hotel "Bayerischer Hof" erscheinen, hat man sie sofort wieder vor Augen: Gauner-Lehrer Zeki und Proll-Göre Chantal, die sie 2013 so sensationell gut in Bora Dagtekins Komödie "Fack ju Göhte" verkörperten. Und tatsächlich fallen im Gespräch Gemeinsamkeiten auf: Da ist etwa Zekis sexy Macho-Grinsen, das M’Barek auch im Gespräch mit freundin aufsetzt. Diese Mir-kann- einer-was-anhaben-Attitüde. Und genau wie Chantal zieht auch Jella Haase Silben kaugummiartig in die Länge. Guckt unschuldig aus den riesigen Kulleraugen. Nur eines ist anders: Statt sich, wie auf der Leinwand, zu kabbeln, wirken der Münchner und die Berlinerin fast geschwisterlich vertraut. Die Dreharbeiten zum zweiten Teil der Schulkomödie, die jetzt im Kino startet, liegen auch noch nicht lange zurück.

freundin: Elyas, Jella, wann haben Sie sich zuletzt gesehen?

Elyas: Vor ein, zwei Wochen. Aber wir sind fast jeden Tag in Kontakt, weil das ganze "Fack ju Göhte"-Team in einer WhatsApp-Gruppe ist.
Jella: Seit dem ersten Film schon. Irgendwer schreibt da immer was in den Chat.
Elyas: Gestern war’s besonders lustig, weil Karo, also Karoline Herfurth, online war. Die braucht sonst 24 Stunden, bis sie antwortet. Wir haben sie deshalb sofort mit Fragen gelöchert. Was ist dein Lieblingsfilm? Welche Schauspielerin würdest du gerne mal treffen?
Jella: Sie hat alles brav beantwortet.
Elyas: Katja Riemann ist auch sehr lustig, weil sie oft nicht versteht, was los ist. Sie schreibt dann: "O Gott, was habe ich jetzt wieder verpasst?"
Jella: Und ist sehr fürsorglich.
Elyas: Als wir von den Dreharbeiten in Thailand zurückkamen, war ihre erste Frage im Chat, ob sie jemanden vom Flughafen abholen soll. "Ich mach das, Kinder." Große Teile des Films sind in Thailand entstanden, weil Zekis Klasse dort ihre internationale Partnerschule besucht.

freundin: Wurden Sie dort schnell zur Touristenattraktion?

Elyas: Eigentlich nicht. Wir haben an Orten gedreht, zu denen kaum Touristen kamen. Mitten im Dschungel oder auf dem Wasser.
Jella: Oder in komplett verlassenen Hotels in den Bergen.
Elyas: Aber klar, in größeren Städten wie Krabi wurden wir auch mal erkannt. Oft war es so, dass die Leute es zu absurd fanden. "Da ist Elyas M’Barek", und dann: "Niemals. Was soll der in Thailand?"
Jella: Einmal haben uns deutsche Touristen sogar gefragt, ob wir von diesem Kinofilm gehört hätten, der hier gedreht wird. Dieser Schulkomödie. Und wir alle so: "Nö!"

freundin: Der erste Teil des Films hatte sieben Millionen Zuschauer. Wer Sie bis dato nicht kannte, wusste spätestens da, wer Sie sind. Haben Sie es genossen, in Thailand auch mal ungestört vor die Türe gehen zu können?

Elyas: Ich genieße das schon, mittlerweile.
Jella: Ich werde in Berlin schon mal erkannt, aber das hält sich in Grenzen. Als Chantal stecke ich ja in einer Art Kostüm, so sehe ich nicht aus, wenn ich einkaufen gehe. Letztens stand ich allerdings in einem Elektroladen und ein paar kleine Jungs meinten: "Warum redest du so normal?" Konnten sie gar nicht verstehen.

freundin: Elyas soll ja regelmäßig Nacktbilder von Fans erhalten. Wie ist das bei Ihnen, Jella?

Jella: Ich habe ein paar total süße Liebesbriefe gekriegt, meistens von reiferen Herren. Der Älteste war, glaube ich, schon 84. Einen ganz langen Brief hat mir jemand aus dem Knast geschrieben. Und neulich kam ein finnischer Liebesbrief an, mit einer Münze, damit ich auch ja antworte. Fand ich süß.
Elyas: Hast du geantwortet?
Jella: Noch nicht (lacht).

freundin: Was meinen Sie, warum spricht gerade die etwas einfach gestrickte Chantal so viele Menschen an?

Jella: So genau weiß ich das auch nicht. Sie ist aus dem Leben gegriffen. Nur eben sehr zugespitzt.
Elyas: Sie ist etwas naiv, auf eine sehr liebenswürdige Art. Sie nimmt sich und die Dinge um sich herum nicht so ernst.
Jella: Und irgendwie kennt doch jeder so eine Chantal. Vom Schulhof früher.

freundin: Haben die Dreharbeiten denn eigentlich auch Erinnerungen an Ihre eigene Schulzeit geweckt? Hatten Ihre Lehrer auch so viel Schwarm-Potenzial wie Zeki Müller?

Jella: Meine Lehrer waren toll, aber überhaupt nicht attraktiv. Selbst die Sportlehrer sahen komisch aus.
Elyas: Ich hatte eine ganz lustige Mathelehrerin. Die war echt hot und vom Look ein bisschen wie Lara Croft. In die waren wirklich alle verknallt.

freundin: Und zum Schüleraustausch ging es dann auch nach Thailand?

Elyas: Das nicht. Aber ich habe Klassenfahrten geliebt. Nur an das letzte Skilager habe ich keine so guten Erinnerungen. Ich hatte schlimme Magenschmerzen und musste wegen einer Blinddarmentzündung notoperiert werden. Dabei hatte ich mich so gefreut, mit den anderen Energydrinks zu trinken.

freundin: Energydrinks?

Elyas: Die waren damals ganz neu auf dem Markt und für 13-Jährige verboten.
Jella: Also ich fand mein Skilager toll. Obwohl ich aus dem Sessellift gefallen bin.
Elyas: Was?
Jella: Ja, ich war damals noch ein bisschen unkonzentriert. Aber mir ist nix passiert. Ich habe da jedenfalls viele Freunde gefunden. Ich musste damals ein Jahr wiederholen und war stinkwütend auf mich, weil alle meine Freunde ohne mich Abi machten. Ich kannte in der neuen Klasse nur meine kleine Schwester und habe die ganze Zeit geheult. Nach dem Skilager war alles okay.

Das komplette Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der freundin.

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