Faszien-Training: Das beste Workout gegen Cellulite

Faszientraining hilft den Körper in Form zu bringen und das Bindegewebe zu stärken. Mit diesen effektiven Übungen sagen wir Cellulite den Kampf an! Inklusive kostenloser Anleitung zum Download

Gezieltes Faszien-Training ist wirksam gegen Cellulite

Gezieltes Faszien-Training ist wirksam gegen Cellulite

Was haben Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger und Hollywood-Star Gwyneth Paltrow gemeinsam? Sie trainieren ihre Faszien.

Das Verrückte: Bis vor Kurzem wussten viele nicht mal, dass sie Faszien haben. Dabei tragen wir knapp 20 Kilogramm davon mit uns herum. Humanbiologe Robert Schleip, führender Faszienforscher an der Universität Ulm: "Faszien halten alles zusammen. Ob der Oberarm straff oder wie Wackelpudding aussieht, hängt im Wesentlichen von ihrer Spannung ab."

Faszientraining stärkt das Bindegewebe

Der Grund: Werden die Faszien richtig stimuliert, wird in den darauf folgenden Tagen frisches elastisches Kollagen produziert. Also ein Eins-a-Cellulite-Killer. Wichtigstes Tool fürs Faszientraining sind Schaumstoffrollen. Sie üben einen Massagedruck auf das Bindegewebe aus. Es kommt zur Entwässerung sowie zum Abtransport von Giftstoffen. Bereits zwei 10-Minuten-Einheiten pro Woche genügen, um Verspannungen zu lösen und das Gewebe zu aktivieren.

Wer sich noch keine Faszienrolle zugelegt hat, keine Panik! Denn beim Faszien-Workout wird nicht ausschließlich mit Schaumstoffrollen gearbeitet. Auch Dehnungen und schwingende Bewegungen sind wichtig, um geschmeidigere Muskeln aufzubauen und mehr Spannkraft zu bekommen.

Hier drei Übungen ohne Faszienrolle:

1. Faszientherapie für den ganzen Körper

Für definierte Muskeln

Für definierte Muskeln

Stellen Sie sich aufrecht hin. Die Beine stehen etwas mehr als hüftbreit auseinander, die Zehenspitzen zeigen leicht nach außen. Greifen Sie mit beiden Händen eine Schwunghantel (alternativ eine Wasserflasche oder normale Hantel, 500 bis 1500 Gramm). Führen Sie diese mit gestreckten Armen nach unten rechts und heben Sie die linke Ferse an. Führen Sie die Hantel nun dynamisch nach links oben und strecken Sie sich dabei möglichst weit nach oben. Dabei die rechte Ferse anheben und den Oberkörper leicht zur linken Seite drehen. Kurz halten, zurück zur Ausgangsposition und Seite wechseln.

2. Übung für Schulter- und Nackenbereich

Für eine gedehnte Schulter- und Nackenpartie

Für eine gedehnte Schulter- und Nackenpartie

Kommen Sie in den Vierfüßlerstand. Platzieren Sie die Hände unter den Schultern. Der Rücken ist zunächst im Hohlkreuz. Mit dem Ausatmen runden Sie den Rücken und ziehen das Kinn leicht Richtung Brust. Bauch nach innen ziehen. Kurz halten und wieder ins Hohlkreuz kommen. 3 Wiederholungen à 60 Sekunden.

3. Faszientraining für straffe Oberschenkel

Für straffe Oberschenkel

Für straffe Oberschenkel

Legen Sie sich in die Seitenlage. Der Oberkörper ist so weit aufgerichtet, dass die Hüfte am Boden bleibt. Stützen Sie sich mit beiden Armen ab. Das untere Bein ist angewinkelt, das obere schwebt ausgestreckt über dem Boden, die Zehen zeigen nach vorne. Eine Gewichtsmanschette am ausgestreckten Bein intensiviert das Training.

Nun das obere Bein langsam Richtung Decke anheben und wieder absenken – ohne abzusetzen. Die Position des Oberkörpers und des unteren Beines sowie Arm- und Handhaltung bleiben dabei unverändert. Pro Seite 10 Wiederholungen.

Anti-Cellulite-Workout zum Download

Hier können Sie unser Anti-Cellulite-Workout gratis downloaden. Einfach die E-Mail-Adresse eingeben und Sie gelangen automatisch zum Download.

Sie möchten sich eine Faszienrolle zulegen? Wir erklären Ihnen, welche für wen bzw. was (Körperpartie) geeignet ist. Schließlich gibt es verschiedene Größen, diverse Härtegrade und Oberflächenstrukturen.

Hier ist unser Faszienrollen-Guide:

Als Experte stand uns Divo Müller beratend zur Seite.

Übrigens: Im Video zeigt Topmodel Barbara Meier die besten Übungen zur Faszienmassage mit Rolle

Ernährung für die Faszien

Unsere Faszien bestehen zum Großteil aus den Faser-Proteinen Kollagen und Elastin. Um neue, elastische Fasern zu bilden, benötigt unser Körper eine Reihe von Nähr - und Wirkstoffen wie Proteine und Aminosäuren, Kohlenhydrate, Fettsäuren, Mineralien, Spurenelemente und Vitamine. Mit der richtigen Ernährung bleiben Ihre Faszien geschmeidig und gesund, zudem wird die Regeneration des Bindegewebes, etwa nach Verletzungen oder Muskelkater, unterstützt.

Das lieben Ihre Faszien

Eiweiß: Proteinhaltige Lebensmittel unterstützen die Faser-Neubildung. Besonders viel Eiweiß liefern Fisch und Fleisch in Bioqualität (z. B. Rind, Pute oder Lamm), Eier und Milchprodukte. Für Vegetarier sind Algen, Linsen, Bohnen und Nüsse ideal.

Fett: Faszien mögen hochwertige Fette wie Avocado- und Leinöl, Oliven- oder Kokosöl. Ein leckeres Gericht, das Ihre Faszien optimal damit versorgt, finden Sie rechts.

Flüssigkeit: Da unser Bindegewebe bis zu 70 Prozent aus Wasser besteht, sollten Sie ausreichend trinken, um es zu versorgen. Zwei Liter Wasser am Tag sind optimal. Alternativ: ungesüßter Kräuter- oder Früchtetee oder Saftschorle.

Vitamin C: Für den Aufbau von neuem Kollagen ist auch Vitamin C wichtig. Vor allem Beeren, Zitrusfrüchte oder Kiwi enthalten reichlich davon. Kohlsorten (z. B. Brokkoli), Spinat, Paprika, Fenchel und Petersilie sind ebenfalls wahre Vitamin-C-Bomben.

Zink: Das Spurenelement ist in den Wänden der Bindegewebszellen enthalten und beschleunigt die Regeneration des Gewebes. Viel Zink steckt in Rindfleisch, Eiern, Käse, Milch, Mohn und Leinsamen. Netter Nebeneffekt: Zink stärkt auch die Abwehrkräfte.

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