Muntermacher für müde Beine

Zupfmassage, Lymphdrainage und Co. — Den ganzen Tag im Büro sitzen, durchtanzte Partynächte – durch Wärme staut sich das Wasser in den Beinen, sie schwellen an. Wie man vorbeugt, was dagegen hilft.

Muntermacher für müde Beine

Muntermacher für müde Beine

Ein Fingerdruck aufs Schienbein liefert den Beweis: Bleibt die gedrückte Stelle länger hell, weist das auf einen gestörten Lymphfluss hin. Wer dazu neigt, hat im Sommer oft Probleme mit geschwollenen Beinen – natürlich gerade dann, wenn man in transparenten Kleidern, knappen Pants und luftigen Sandaletten schöne Beine zeigen will. Diese Tipps beugen vor oder lindern sofort.

Prickelnde Pflege einmassieren

Kühlende Gels und Lotionen mit Menthol verlängern das Frischegefühl nach dem Duschen, halten Schwellungen bis mittags in Schach. Von den Füßen bis zur Leistenbeuge einmassieren.



Leichte Kost entwässert

Frische Melone, Ananas, Papaya essen, sie wirken wie getrocknete Aprikosen oder Feigen wasserausschwemmend. Salzhaltiges (Pommes, Wurst, Chips) bindet Wasser im Körper.

Zupfmassage lindert die Schwere

Statt zur Lymphdrainage zu gehen, können Sie es morgens und abends zuerst auch einmal mit eigenhändiger Zupfmassage versuchen. Technik: Auf den Boden setzen. Die saubere ungecremte Hautoberfäche mit allen fünf Fingerkuppen einer Hand leicht zusammendrücken und die Haut dabei sanft hochziehen. Zuerst über die Oberschenkel vom Knie Richtung Leistenbeuge zupfen (innen, vorn, außen, hinten), genauso über die Unterschenkel vom Knöchel zum Knie, dann von den Zehen zu den Knöcheln. Zum Schluss den Fuß mit beiden Händen umschließen und das Bein bis zur Leistenbeuge sanft ausstreichen. Für jedes Bein 5 Minuten!

Sanfter Druck auf die Lymphe

Geschwollene Beine und Knöchel, die schon bei leichtem Druck schmerzen, sind meist ein Zeichen dafür, dass der Lymphfluss gestört ist und Flüssigkeit sich im Bindegewebe sammelt. Wenn Bewegung und Beinehochlegen allein nichts nützen, hilft Lymphdrainage (bei speziell ausgebildeten Therapeuten und Kosmetikerinnen). Die sanfte Pump- und Druckmassage entlang der Lymphbahnen lässt Gewebeflüssigkeit wieder besser fließen, löst Stauungen auf.

Gymnastik für schlanke Knöchel

Auch wenn man bei Hitze schweißtreibende Bewegung gern vermeidet – diese drei Übungen strengen nicht an, mobilisieren müde Beine trotzdem, regen den Lymphfluss an. Auf den Rücken legen, Beine in die Luft und drei Minuten "Rad fahren".
Tagsüber öfter mal die Schuhe ausziehen und barfuß laufen – erst auf den Außenkanten der Füße, dann auf den Zehenspitzen und schließlich auf den Fersen. Dicken Wälzer auf den Boden legen und am hinteren Rand barfuß mit Zehen und Fußballen draufstellen. Beide Fersen langsam auf den Boden drücken, dann wieder auf die Zehenspitzen gehen. Zwei Minuten lang im Zeitlupentempo auf und ab wippen.

Beine hoch – und locker lassen

Am Schreibtisch, in der Mittagspause auf der Parkbank, beim Relaxen im Liegestuhl – nutzen Sie jede Gelegenheit, die Füße hochzulegen und dem Staugefühl entgegenzuwirken. Wenn Sie ein paar Minuten unbeobachtet Zeit haben: Auf den Rücken legen, beide Beine senkrecht an die Wand lehnen, zwischendurch öfter mit den Füßen kreisen. Liefert gleichzeitig einen angenehmen Frischekick: Die hochgelegten Füße und Beine bis zu den Oberschenkeln mit Kühllotion eincremen (z. B. "Pedix Crystal Ice" von alessandro, "Lait Jambes Lourdes" von Clarins).

Kühler Guss am frühen Morgen

Der Staugefahr in den Beinen schon morgens mit Wechselduschen entgegenwirken. Dazu die Beine einzeln fünfmal erst warm, dann kalt abbrausen: am rechten kleinen Zeh beginnen, hinten hoch bis zur Kniekehle, die rechte Poseite umkreisen und vorn wieder runterfahren mit dem Strahl. Beim linken Bein wiederholen, zum Schluss mit kaltem Guss über beide Fußsohlen gleiten. Wasser mit den Händen abstreifen und (unbedingt) zwischen den Zehen gründlich abtrocknen.


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